Meine HEP-Seite

Die Abkürzung HEP steht für High Empathic Person. Die Bezeichnung ist in Deutschland noch nicht weit verbreitet, daher sagt man “Empath” dazu. Das wirft allerdings einige Missverständnisse auf, denn viele würden sich als Empath bezeichnen, einfach nur weil sie sich für empathisch halten. Tatsächlich beinhaltet “Empath sein” mehr als die normale Empathiefähigkeit, die grundsätzlich jeder Mensch erlernen kann, falls diese nicht bereits vorhanden ist.

Als Empath kommt man auf die Welt. Es ist keine Fähigkeit, die man antrainieren kann. Empathen sind hauptsächlich ebenfalls HSPs, doch auch hier können Ausnahmen die Regel bestätigen.

Anhand einiger Merkmale meiner Empath-Persönlichkeit, zeige ich dir, was vor allem hinter dieser Bezeichnung steckt:

Soziale Kompetenz

Während Egoisten sehr darauf bedacht sind, den Blick stets bei sich zu haben, sind Empathen genau andersherum. Empathen wünschen sich, dass alle ihre Mitmenschen glücklich sind. Rache und Missgunst sind zwar Wörter mit denen ich etwas anfangen kann, aber selber danach richten tue ich nicht und widerstrebt mir. Wenn mich jemand hintergeht oder kritisiert, ist es mir kein Belangen es demjenigen gleichzutun. Auch wenn ich mit einer Person nicht grün werde, ist es kein Anlass für mich diese Person bei anderen schlechtzureden. Ich verallgemeinere das Verhalten von Menschen auf mich nicht und rate daher jedem sich selbst eine Meinung von der jeweiligen Person zu machen. Genauso höre ich mir die Meinungen anderer zu Mitmenschen zwar an, aber gehe beim ersten Zusammentreffen vorurteilsfrei ran, was von anderen gerne als naiv deklariert wird.

Was viele erschreckend finden ist der Fakt, dass ich das Wesen eines Menschen sehen kann. Das bedeutet auch, dass ich seine aktuelle Energie empfange, wenn ich mich nicht abgrenze. Ich kann also nicht nur die aktuelle Stimmung wahrnehmen, sondern auch erkennen was für einen Charakter jemand wahrlich hat. Legt derjenige ein Schutzmechanismus auf, ist der ebenso sichtbar für mich und verfehlt bei mir seinen Dienst. Mich zu belügen ist damit fast gänzlich unmöglich.

Jeder Mensch hat Lebensaufgaben. Die der anderen kann ich ebenfalls erkennen, nur wollen die meisten das nicht hören. Verständlich! Denn wer möchte sich schon von einer anderen Person sagen lassen, wie man sich zu verhalten hat und was einen gerade tatsächlich bedrückt und blockiert? Richtig! Niemand! Mittlerweile weiß ich, wann ich mich zurückhalten kann, weil es mir sonst unnötig Energie rauben würde. Manche Lebensaufgaben bestehen einfach darin, dass die Personen nicht auf mich hören und ich untätig zusehen muss, wie sie eine Extrarunde im Problemkarussell drehen. Auch ich bin vor diesen Achterbahnfahrten nicht sicher.

Innenleben

Perspektivwechsel sind absolut kein Problem. Ich weiß, wie mein Gegenüber auf mich reagiert, bevor derjenige überhaupt von mir die Gelegenheit bekommt darüber nachzudenken. Selbst in Gesprächen wechsle ich mehrfach die Perspektiven. Ich sehe die Situation nicht nur durch meine Augen, sondern auch durch meinen Gegenspieler. Kompromisse zu finden ist daher einer meiner leichtesten Übungen.

Durch den eingebauten Perspektivwechsel, bin ich auch eine Meisterin in Selbstreflektion. Doch auch bei mir agieren Kopf und Intuition getrennt von einander und treiben mich dazu meine Fähigkeiten anzuzweifeln. Durch meinen ausgeprägten Optimismus besitze ich einen guten Baustein, der mich wie ein StehaufMÄDCHEN wieder von selbst auf die Beine bringt.

Empath zu sein kann viele Vorteile mit sich bringen, wenn man versteht damit umzugehen. Denn wer nicht lernt sich mit dieser Gabe abzugrenzen und ein gesundes Ego aufzubauen, ist leicht manipulier- und erpressbar. Die Flugzeuganweisung “Retten Sie erst sich selbst, dann Ihren Nachbarn”, würden Empathen im Notfall grundsätzlich missachten, wenn sie sich vorher nicht über die Wichtigkeit ihrer Existenz bewusst werden.

Jeder Mensch spiegelt uns. Fange mit dem an, was du dir selbst von anderen wünscht und es wird definitiv reflektiert. Dein Handeln beeinflusst die gesamte Menschheit!
In der Vergangenheit liegt das Problem. Die Veränderungen starten in der Gegenwart und im Morgen kommt uns das Ergebnis entgegen. Du entscheidest im Jetzt, wie das Endresultat aussehen wird.
Es ist nie zu spät anzufangen! Jede Sekunde ist ein Jetzt-Moment!


~ Saskia Francoise Elvers ~