Neid positiv nutzen

Neid ist ein Gefühl, welches uns hin und wieder aufsucht. Da es in unserer Gesellschaft negativ behaftet ist, versuchen wir häufig dieses Gefühl zu unterdrücken, obwohl es für jeden von uns gesünder wäre, wenn wir es neutral bewerten oder positiv nutzen würden.

Um selbst besser mit Neid umgehen zu können, stelle ich mir Neid als das “typisch bockige Kind” vor, welches sich im Supermarkt auf den Boden wirft, weil es unbedingt etwas haben will, was es von den Eltern nicht erhält. Durch diesen Blickwinkel habe ich mir 7 Schritte angeeignet, um Neid positiv zu nutzen.

Schritt 1:
Neid kann man durchaus positiv nutzen, wenn man verstanden hat, dass hinter diesem Gefühl schlussendlich nur ein Bedürfnis liegt, welches gesehen und erfüllt werden möchte. Doch um dies selbst zu befriedigen, müssen wir den Mut haben uns dieses Gefühl anzusehen. Dazu gehört es, das Gefühl bewusst zu spüren.

Schritt 2:
Wenn man das Gefühl bewusst spürt, gehört im zweiten Schritt dazu, es auch zu akzeptieren. Das Gefühl sollte nicht – nur weil wir es z.B. zu einer schlechten Charaktereigenschaft zählen – weggedrückt und ignoriert werden. Dies geht meist leichter, wenn wir dankbar dafür sind, dass wir dieses Gefühl gerade spüren und wir diesen Moment zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung nutzen können.

Schritt 3:
Das Problem ansehen. “Worauf bin ich eigentlich neidisch?” Denn erst wenn wir das Problem verstehen, können wir dafür auch eine Lösung suchen. Das schöne ist, dass die Lösung bereits in uns steckt. Doch wer das Problem schon zur Seite schiebt, wird auch an die Lösung dessen nicht vordringen.

Schritt 4:
Erkenne an, dass genug für alle da ist – nur weil es jemand anderes hat, ist es nicht für Dich unerreichbar. Baue ein Mindset auf was sagt: “Wenn XY es geschafft hat, dann ist das Ziel durchaus erreichbar. Ich kann das auch schaffen, wenn ich das Ziel weiter anstrebe!” Lasse Dich nicht von einem negativen Gedankenkarussell von dem Ziel abbringen.

Schritt 5:
Visualisiere Dein Ziel und setze Dir kleine Etappen, mit denen das Ziel erreicht werden kann. Die kleinen Etappen sind wichtig, um auf dem Weg nicht zeitweise das Gefühl zu entwickeln, dass es sinnlos ist. Durch kleine Erfolge steigt die Motivation weiterhin dran zu bleiben.

Schritt 6:
Tausche Dich mit Menschen aus, die das Ziel bereits erreicht haben – Netzwerke. Du musst nicht jeden Rat annehmen, aber eventuell ziehst Du Wissen heraus, welches Dir auf dem Weg behilflich ist. Da man sich die kleinen Etappen gesteckt hat, fällt es einem viel leichter Menschen nach ihren Erfahrungen zu fragen. So kannst du von den Fehlern anderer sogar profitieren.

Schritt 7:
Gehe Deinen individuellen Weg. Wie bereits in Schritt 6 schon geschrieben – Du musst nicht jeden Rat annehmen. Nutze allerdings die Informationen und spüre in Dich hinein. Ist da etwas hilfreiches hinter oder passt die Herangehensweise gar nicht zu Dir, so dass man eventuell nach Alternativen gucken muss? Es ist viel einfacher neue Fußspuren zu kreieren, statt in die der anderen zu schlüpfen – was nicht bedeutet, dass wir nicht auch zeitweise von bereits begangenen Pfaden profitieren dürfen.

Wenn sich dein Ziel auf dem Weg ändern sollte,
ist das ein vollkommen natürlicher Prozess.
Manchmal kommen wir erst durch Umwege zu dem was uns glücklich macht.
Sei deshalb weiterhin offen, von Deinen Plänen abweichen zu dürfen!